SO ENSTEHT EIN BILD

DIE KUNST DER LASURMALEREI

Der Künstler grundiert eine Hartfaser oder Duplexplatte mit mehreren weissen Schichten (Gesso). Die letzte Grundierschicht wird mit einer Acrylfarbe gemischt, die den mittleren Grundton (Imprimitur) bestimmt und die Stimmung des Bildes vorwegnimmt. Die Vorzeichnung wird frei oder mittels oder Diaprojektion in Tusche angelegt. Der farbige, momochrome Grundton lässt die Hell-und Dunkelwerte leichter festlegen. Es folgen dann farbige Lokallasuren (Lasurmalerei), dadurch geht die Zeichnung etwas zurück und wird wieder mittels Feinarbeit verstärkt. Im Bild werden oft bis zu 10 Lasuren verwendet um eine endgültige Farbwirkung zu erzielen. Dabei wird immer dünne Lokallasur verwendet bis die Farbe die nötige intensität hat. Dazwischen immer wieder Feinarbeit.

Vorzeichnung mit Tusche           Endstadium mit 5 Lasuren

Vorzeichnung mit Tusche           Endstadium mit 5 Lasuren



Am Anfang steht die Farbe. "Die Farbe führt oft  auch zum Motiv. Ein blauer oder grüner Grundton zum Beispiel bestimmt das Thema mit. Daher ist auch die farbige Imprimatur wichtig. Der Maler muss von der Malerei her denken. So verlangt ein dunkles Blau ein Nachtbild. Der Komplementär -Kontrast dazu ein Orange, z. B.: ein erleuchtetes Fenster oder den Mond und somit ist das Thema festgelegt - die Einsamkeit in der Nacht.